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Gedankenchaos...



Meine Gedanken überschlagen sich. Ich will in diese Klinik. Wenn ich rein an mich und an meine Bedürfnisse denke, will ich da hin. ABER ich hab SO ne enorme Angst meinen Eltern alles zu sagen. Wenn ich daran denke, dann schieb ich den Klinikgedanken immer ganz schnell wieder weg. Aber man, so langsam sollte ich doch mal an MICH selbst denken, oder?! Ich will nicht mehr länger aus Rücksicht auf meine Eltern "leiden", sondern endlich meinen Weg gehen. Nur krieg ich sooo ne Panik. Ich hab so Angst. Aber ich will endlich raus aus der ES!!! Ich will kämpfen. Ich will das endlich mal durchziehen. Und ich hab heuer schon so einiges geschafft.

Hab vor, dann in der Arbeit anzurufen und mich krank zu melden. Dann will ich morgen zum Doc und mir ne Krankmeldung holen. Und ich möchte gern zu meiner Psychiaterin und sie fragen, was sie von der Idee hält mit dieser Klinik/Akutstation. Ich möchte auf jeden Fall vorher nochmal mit ihr reden. Hoffe halt nur, dass ich da jetzt auch nen Termin bekomme diese Woche.

Ich will so gern endlich AKTIV etwas tun. Aber ich hab so ne Angst wegen meinen Eltern. So ne Angst hatte ich noch nie in meinem Leben. Ich krieg allein bei dem Gedanken schon Panik. Aber ich merke, wie mir die Puste ausgeht. Ich fühle mich so schwach, ausgelaugt, erschöpft, müde, kaputt und leer. Ich pack das alles nimmer. Mein ganzer Alltag wird mir zu viel. Mehr denn je. Bisher hab ich mich immer irgendwie durchgewurschtelt. Aber jetzt pack ich das nimmer lang.

Und ich danke euch allen für eure Kommis. Ihr habt mir damit echt geholfen und mich zum Nachdenken gebracht. Und ich möchte hier mal der lieben Sturmpoetin danken für unser "Gespräch" im Messi. Das hat mir so viel gebracht. Und ich möchte auch mal der lieben Silke danken für die tollen Mails. Das freut mich immer so sehr.

Trau mich grad nicht in der Arbeit anrufen. Hab Angst, dass wieder so ne blöde Reaktion kommt weil ich schon wieder krank bin. Ich denk, ich werde heut den Nachtdienst anrufen.

Und ich hab Angst, morgen bei meiner Psychiaterin anzurufen. Hab Angst, keinen Termin zu bekommen diese Woche und mir graut vor der doofen Tussi, die da immer am Tele ist. Die ist so unfreundlich.

Und jetzt fühle ich mich schon wieder so mies. Ich jammere nur wieder rum. Wie ich das hasse. Andererseits denk ich mir momentan, dass ich irgendwie auch mal das Recht habe zu jammern. Nach siebzehn Jahren mit ner ES... Ich hab so irre lang durchgehalten. Und jetzt kann ich einfach nimmer. Ich denke irgendwie, dass das ein Zeichen von Schwäche ist jetzt schlapp zu machen. Andererseits denk ich, DARF ich das endlich mal. Ich fühle mich gedankenmäßig total hin- und hergerissen.

Hab so ein schlechtes Gewissen mich schon wieder krank zu melden.

Ich hoffe, ich krieg die Woche noch nen Termin bei meiner Psychiaterin. Hoffentlich!!! Ihre Meinung ist mir sehr wichtig. Sie kennt mich besser als alle anderen Ärzte, bei denen ich bisher war. Und sie ist absolut kompetent.

Ich glaub, ich hab jetzt ein ziemliches Wirr Warr geschrieben. Aber das waren einfach meine momentanen Gedanken, die ich jetzt mal loswerden wollte.

 

17.5.09 18:30
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


snowdrop / Website (17.5.09 18:58)
ich weiß nicht ob das ein tröstender gedanke für dich ist, aber du wirst sehen, wenn das erstmal ins rollen kommt, dann geht das immer ein stück weiter und weiter... das schwerste ist der anfang. wenn du erstmal mitten drin bist.. dann läufts irgendwie. muss ja. das erste gespräch mit deinen eltern wird am schwierigsten, und dann geht´s. wahrscheinlich ist es auch wie bei vielen, du machst dir voll die gedanken über die reaktion und fragen die sie stellen, und dann kommt was ganz anderes. wenn man ne es hat hat man ja auch immer so ein übersteigertes kontrollbedürfnis, das musst du dir aber vor augen halten dass du deine eltern nicht kontrollieren kannst, und sollst wie sie damit umgehen liegt nicht in deiner verantwortung. und du tust ihnen ja gar nichts. denk mal daran. hm. ich wünsch dir jedenfalls für die kommende woche alles gute, dass alles gut läuft! dauemen drück!!!!


schweinchen.dick (17.5.09 19:11)
hast du es geschafft anzurufen ??????
oh man, ich bin so neugierig wie es dir geht - wie es bei dir weiter geht....


Ja, ich denke, es ist wichtig das du das Gespräch mit deinen Eltern führst.

Meine waren zwar, als sie von Borderline Diagnose gehört haben betroffen, aber reinfühlen können sie sich bis heute ( 3 Jahre später) nicht-kann man wohl auch net verlangen....da nützen tausend Bücher nix....wenn man sowas net selbst erlebt hat - ups, ich schweife ab sorry

Sagst du uns bescheid, wenn das Gespräch bevorsteht ? Dass ich gaaanz gaaaanz fest an dich denken kann ?

Meinst du mit der Akutstation ne Kriseninterventionsstation ? Müsstest du dann nach By oder Re ?
lg


Sturmpoetin / Website (18.5.09 18:42)
Hallo blue,
du willst raus aus der ES, das ist ALLES was zaehlt. Ganz ehrlich, es ist jetzt enorm wichtig nur an DICH zu denken und an deine Ziele, nicht an das, was deine Eltern denken koennten.
Vielleicht wird es anfangs komisch fuer deine Eltern sein, vielleicht werden sie auch anfangs enttaeuscht sein, aber sie werden es ganz bestimmt zu schaetzen wissen, dass du ihnen JETZT alles sagst und vor allem, dass du dein leben in die hand nimmst und kaempfst. Sie werden ganz sicher sehr stolz auf dich sein!
Meine Mom erfuhr auch erst vom Missbrauch als ich 2006 in die Klinik musste und obwohl ich ihr jahrelang nur was vorgespielt hatte, war sie FROH dass sie endlich alles wusste.
Was du bisher ueber deine Familie erzaehlt hast, klingt so toll. Ich weiß einfach, dass sie dich unterstuetzen werden.
Ich weiß es ist schwer, aber wenn du in die Klinik willst, dann mach es auch.
Du schaffst das, Be!! Trau dich, dann hast du es weg und musst es nicht bis Roseneck vor dir herschieben.

Ich hab dich lieb <3

PS: Vor Helsinki bekommst du noch Post <33


Ava / Website (19.5.09 07:40)
Hallo meine liebe Blue!
Ich finde deine Gedanken gar nicht chaotisch, sondern total nachvollziehbar. Natürlich hast du Panik deinen Eltern davon zu erzählen und sie damit zu belasten, aber es stimmt, du musst an dich denken. Wenn du eines Tages nicht mehr da bist und sie es erst dann erfahren, werden sie sich unendliche Vorwürfe machen, weil sie es nicht gemerkt haben. Sie werde es verstehen, du bist ihre Tochter und sie wollen auch nur das Beste für dich! Und das Beste ist eben die Klinik und alles was dir sonst aus der ES hilft! Und wenn du dich dafür krank meldest, dann ist das vollkommen ok: du bist ja auch krank, seit 17 Jahren! Was haben die auf der Arbeit davon, wenn du dort zusammenklappst? Du musst dich nicht für einen Job aufopfern, der dir nicht einmal mehr Freude bringt, schlimmer noch, der dich oft zu runterzieht, dass du dich abschießen musst, um keine Dummheiten zu machen! Ich bin auch der Meinung, jeder wird dich darin unterstützen gesund zu werden, wenn sie erstmal verstehen, wie du seit 17 Jahren leidest und versuchst trotzdem niemanden damit zu belasten - es ist richtig: nimm dein Leben in die Hand, du hast schon soviel geschafft, das darf nicht umsonst gewesen sein!
Liebste Grüße & einen guten Start in den Tag! deine Ava


Steffi / Website (30.5.09 13:00)
Hallo,

Ich hoffe, dass du alles schaffst und wünsche dir viel Glück und einen starken Willen.

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