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Mal wieder krank... 

Danke, danke, DANKE für eure tollen Kommis! Mensch, das hat mich echt sooo gefreut und ihr habt mich echt richtig aufgebaut durch eure lieben Worte!

Heut fühl ich mich nicht so gut. Bin auch nicht in die Arbeit gegangen. MAL WIEDER NICHT.

Gekotzt hab ich heut auch schon. Und schon wieder gefressen. Und Afm eingeworfen. Oh man.

Morgen geh ich aber wieder in die Arbeit. Hab auch vor, morgen unserer Heimleitung zu sagen, dass ich grad am Überlegen bin, ob ich nicht doch schon mal akut in ne Klinik gehe. Also vor Roseneck, so wie's mir Frau O. geraten hat. Ja, ich werd auf jeden Fall morgen mit ihr reden.

Und man, grad hab ich mir ne super geile Tasche von "Bree" bestellt. Für sage und schreibe 149,00 Euro!! Aber man, ich find die Tasche SO cool. Hoffentlich bekomm ich sie noch diese Woche geliefert! Und außerdem wollt ich mich eh mal belohnen für all die Dinge, die ich heuer schon geschafft habe. Und diese Tasche ist quasi ein Zeichen oder Symbol für den Anfang eines neuen, hoffentlich besseren, ehrlicheren, gesünderen Lebens. Die Tasche steht für mich für einen Neuanfang.

Meine bislang teuerste Tasche kostete 80 Euro. Und diese für 149 Euro toppt alles. Aber wie gesagt, ich find sie SO cool und sie soll für mich einen Neuanfang symbolisieren. Einen Neuanfang im Jahr 2009. Das hier ist die Tasche:

Das hier stand als Produktbeschreibung bei der Tasche:

Das TOP Highlight der neuen Saison! Dieser Shopper ist ein absolutes Highlight. Absolut sexy und total "lebendig". Der Shopper fällt locker und leicht über die Schulter. Das wunderbare Material ist anschmiegsam und wasserabweisend. Die geraffte Optik gefällt direkt.
Lassen auch Sie sich begeistern, von Inside Out 5.

BREE Shopper Inside Out 5Innen
Größe: 44 x 22 x 17 cmHandyfach
Material: Hochwertiger Baumwoll-NylonmixReißverschlussfach
3/4 - SchulterriemenSchlüsselschlange
Magnetverschluss 
Steckfach auf dem Rücken 
2 Vorfächer 

1 äußere Öse

 

 

 

 

 

 

 

Wie findet ihr sie??! ^.^* 

Sollte jemand von euch Interesse an solch einer Tasche haben, lasst einfach kurz nen Kommi da, dann such ich die Addy nochmal raus.

So, jetzt ruf ich in der Arbeit an und geb Bescheid, dass ich morgen wieder komme. Und dann verkrümle ich mich auf meinem Sofa mit meiner Kuscheldecke. Vielleicht kann ich ja noch ein bisschen schlafen.

 

14.5.09 12:47


Therapeutengespräch 



Heut war ich ja bei Frau O.

Und ich kann nur sagen: WOW!!!

Die Frau ist DER Hammer. Ich bin noch immer echt platt und sprachlos. Sie ist super, wirklich.

Sie ist mit Abstand die beste und kompetenteste Therapeutin bei der ich je war. Sie hat so viel Ahnung, SO ne krasse Menschenkenntnis und sie ist sowas von direkt und formuliert ihre Meinung klipp und klar und sie bringt's grundsätzlich sofort auf den Punkt, was sie sagen möchte.

Mensch, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Am besten mal beim Anfang. *lol*

Um 11.30h hatte ich heut Mittag den Termin. War so fünf vor halb 12 dort und hab geklingelt. Sie hat auch gleich die Tür geöffnet und vor mir stand ne sehr sympathische, große Frau mit kurzen blonden Haaren, ner Brille und nem schicken "Anzug". (Ich weiß nicht weshalb aber ich hatte sie mir mit langen, braunen Haaren vorgestellt.) Sie hat mich sehr freundlich begrüßt und ist mit mir in die Praxis rein gegangen, wo wir erstmal die Formalitäten geklärt haben. Dann sind wir in den Therapieraum gegangen, in welchem sich ein Sessel mit Kopflehne, ein Sessel ohne Kopflehne (beide mit Rollen unten zum Rumfahren), ein normaler Sessel, ein Sofa, ein Schreibtisch und ein anderer kleiner Tisch befanden. Ich hab sie gefragt, wo ich mich hinsetzen soll. Sie meinte "auf den Chefsessel". *lach*

Naja gut, dann hat sie mich natürlich zuerst mal gefragt, weshalb ich zu ihr gekommen bin und weshalb ich meine, ne Thera beginnen zu wollen. Zu allererst hab ich gesagt "ich hab Depressionen, Essstörungen und Angststörungen". Daraufhin meinte sie, dass das ja schon mal ne ganze Menge ist. Und ja, dann hat sie mich gefragt, wie lang das alles schon so geht. Hab gesagt, dass ich die Essstörungen jetzt schon knapp 17 Jahre lang hab. Daraufhin hat sie mich erstmal total ungläubig angesehen und "uff" (oder so in der Art) gesagt und gleich auf ihren Zettel geschaut, auf dem mein Alter steht. Sie meinte, ich sähe niemals so alt aus, wie ich bin. Hab gesagt, dass ich mich auch keinesfalls schon "so alt" fühle und dass ich mich seit ich 18 bin, nicht wirklich verändert habe. Weder vom Denken her, noch vom Verhalten.

Joa, dann kamen halt noch so die üblichen Fragen zum Beruf, Umfeld usw. Hab ihr halt erzählt, dass mich mein Beruf sehr stresst und ich auf jeden Fall den Beruf wechseln möchte.

Und natürlich hab ich ihr gesagt, dass der Antrag für Roseneck grad gestellt wurde und dass der MDK noch immer beim Prüfen ist. Ich hab gesagt, wie sehr mich das stresst, dass die NOCH IMMER da drüber sind. Dabei ist das keine langwierige Angelegenheit, sowas ginge im Grunde auch schneller. Und da hat sie mir voll und ganz zugestimmt. Sie meinte auch, dass sie's unmöglich findet, dass die da SO irre lang brauchen und dass es da nicht wirklich viel zum Prüfen gäbe bei mir. Naja... Und sie hat mir total zugestimmt und mich in Sachen Roseneck bekräftigt. Sie meinte nämlich, Roseneck sei eine sehr, sehr gute Klinik und sie hat NUR positive Resonanzen von Roseneck erlangt, da schon ein paar andere ihrer Patientinnen in Roseneck waren. Bei dem Thema Roseneck hat sie mir gleich von einer Patientin erzählt, die ganze NEUN Monate dort war und die NACH diesen neun Monaten Klinik leider wieder so weiter gemacht hat wie vor der Klinik. Einfach weil in ihrem Umfeld vieles nicht gepasst hat. Und sie ist der Ansicht, dass das bei mir ebenso nicht passt (womit sie ja auch voll und ganz Recht hat) und dass ich das wenn möglich doch auf jeden Fall noch VOR der Klinik alles klären sollte, denn nur wenn im Umfeld die größten Probleme "beseitigt" sind, kann ich versuchen nach der Klinik andere Verhaltensmuster einzuüben. Damit meinte sie auch die "Sache" mit meinen Eltern und evtl. auch die Geschichte mit meinem Job. Über's Thema Eltern haben wir auch viel gesprochen. Sie hat mir sogar auch angeboten (nach der ersten Sitzung!!), mit ihr zusammen meinen Eltern von meinen Problemen zu erzählen. Denn wenn ich in so "unklaren" Verhältnissen nach Roseneck gehe, das löst sich ja nicht automatisch durch die Klinik auf, sondern das muss ja ICH regeln. Nur weil ich in ne Klinik gehe, ist die Problematik daheim ja nicht geklärt. Also sollte ich das noch vor Roseneck erledigen, denn es hätte keinen Sinn ne stationäre Thera zu machen, wenn ich dann in ein und das selbe Umfeld mit den gleichen ungeklärten Problemen zurück komme. Und sie hat ja SO Recht damit!

Frau O. hat mich gefragt, wovor ich solche Angst habe, meinen Eltern von meinen Problemem zu erzählen. Als erstes hab ich geantwortet, dass ich Angst habe, sie zu enttäuschen weil ich ihnen jahrelang nur was vorgemacht und sie belogen habe. Aber Frau O. sagte, ich habe die ES und die Depressionen ja nicht "verheimlicht" UM meine Eltern zu enttäuschen, sondern ich wollte sie eben NICHT enttäuschen und DESHALB hab ich ihnen nie etwas erzählt. Treffer! Auch in dem Punkt hat sie absolut Recht!!

Und zu meinem Berufsproblem meinte sie, dass es jetzt wenig Sinn hätte, mir nen anderen Job zu suchen. Denn es wäre erstmal viel wichtiger, wieder etwas stabiler zu werden. Und dann könnte ich mich nach nem anderen Beruf umsehen. Und genau SO sehe ich das selbst ja auch. Ich würde das grad im Moment einfach nicht packen, ne neue Ausbildung anzufangen oder umzuschulen oder sowas in der Art. Noch dazu meinte sie, dass bei meiner ganzen Problematik mein Beruf für mich nicht wirklich "geeignet" ist. Bzw. ich nicht für diesen Beruf. Denn ich brauche ne Regelmäßigkeit in meinem Leben, im Tagesablauf usw. Und sie meinte auch, dass ich das in Roseneck auf jeden Fall ansprechen soll, denn sie ist der Ansicht, dass ich auf alle Fälle ne Umschulung bekäme mit meinen Diagnosen die ich habe. Jedoch meinte sie auch, dass das wohl ne sehr langwierige Sache werden wird. UND ich würde wahrscheinlich keine Umschulung zur Sport- und Fitnesskauffrau bekommen (was ich sehr interessant fände). Hm. Aber immerhin versteht sie mich und sie hat mir Mut gemacht und mir gesagt, dass der Beruf nicht wirklich für mich geeignet ist. Und das denk ich mir ja schon die ganze Zeit.

Nachdem ich ihr dann auch noch erzählt hab, dass ich mich hin und wieder mal selbst verletze oder mich mit Medis und Alk "abschieße" hat sie mich halt auch wieder gefragt, wie lang das schon so geht usw. Hab ihr halt dann noch erzählt, dass ich bis zum März schon viermal krank war (in diesem Jahr), dass ich nen Hörsturz hatte (woraufhin sie sagte "das sagt ja schon alles"...) Dann hab ich ihr außerdem noch erzählt, dass ich jetzt ne neue Hausärztin hab, zu der ich von vornherein ehrlich war und dass ich nun auch in der Arbeit ein paar anderen Leuten von meinen Problemen erzählt hab.

Frau O. meinte, dass ich jetzt schon anfangen sollte, mein Leben zu ändern. Und dass ich nicht noch bis nächstes Jahr warten soll, bis ich dann mal in Roseneck bin. Sie wollte wissen, ob ich froh bin, dass es heuer wohl nix mehr wird mit der Klinik oder ob ich das schade finde. Hab gesagt, dass ich am liebsten sofort in die Klinik möchte wenn ich allein an mich denken würde. Allerdings bin ich froh, dass ich noch etwas Zeit habe um mit meinen Eltern zu reden.

Naja, dann hat sie mir noch gesagt, dass es hier bei uns in der Nähe ne Klinik gibt, die ne Wartezeit von vier bis sechs Wochen hat und in die ich akut eingewiesen werden könnte mit ner normalen KH-Einweisung. Also quasi ohne das ganze Tam Tam mit der Krankenkasse, mit medizinischem Dienst usw. Das ist dort keine Psychiatrie, sondern ne psychosomatische Klinik eben mit ner Akutstation. Und da kann man IMMER hin, da muss nicht extra ewig geprüft werden und so. Und sie meinte, mit meiner ganzen Problematik würde ich da auf jeden Fall hin können. Und das find ich nicht mal so ne schlechte Idee und darüber werd ich mal nachdenken. Ich werd da jetzt nicht sofort anrufen und nachfragen. Aber sollte meine Stimmung wieder so extrem in den Keller wandern (so wie zuletzt im März), dann wäre das direkt mal ne Alternative. Gut, natürlich müsste ich dann schon eher mit meinen Eltern reden aber irgendwann werd ich das eh mal hinter mich bringen müssen. Und in dieser Klinik wären sie eben spezialisiert für "Leute wie mich". Es wäre halt nicht einfach "nur" ne normale Psychiatrie.

Frau O. meinte, ich solle mir das alles mal durch den Kopf gehen lassen und mich so in zwei Wochen, wenn sie wieder in der Praxis ist (sie hat ab übermorgen Urlaub), wieder melden und ihr Bescheid geben, ob ich mir ne Thera NACH Roseneck bei ihr vorstellen könnte und ob ich die Nummer von dieser Klinik möchte oder eben nicht. Und das werd ich auf jeden Fall machen.

Frau O. hat zu mir gesagt in Bezug auf ne Thera nach der Klinik "also ich mag Sie und ich könnte es mir gut vorstellen, mit Ihnen zusammen zu arbeiten". Und das hat mich total gefreut! Denn ich mag sie auch!!!

Sie hat mir jedoch auch klipp und klar gesagt, dass im jetzigen Moment ne ambulante Thera keinen Sinn macht. Meine Denkweisen und Verhaltensmuster sind zu festgefahren. Es würde momentan einfach nix bringen, noch dazu hat sie im Moment eh keine Plätze frei. Sie hat mir das genau erklärt. Und zwar ist meine ES ja schon längst chronifiziert. Ich müsste mindestens dreimal täglich etwas essen, was ich im Moment nicht schaffe. Auch arbeitsbedingt (durch die verschiedenen Schichtzeiten) ist es mir nicht möglich, täglich zur gleichen Zeit zu essen. Noch dazu schaff ich das nicht. Hab ich schon zig Mal probiert. Hab ich ihr auch gesagt. Dass ich das Gefühl NACH nem Essen einfach nicht oder kaum ertragen kann. Sie meinte, sie versteht vollkommen, dass ich das allein daheim nicht mehr packe. In der Klinik aber wird mir ja dann wieder "beigebracht", dreimal am Tag zu essen. Und wenn ich das dann gelernt habe, dann kann man ambulant weiter machen. Aber es würde eben nix bringen, da jetzt ambulant anzufangen, wenn ich daheim so total chaotisch und durcheinander esse, kotze usw. Denn sie kann das ja nicht kontrollieren. Mir leuchtet es absolut ein, was die Frau mir so erklärt hat. Und sie hat auch SEHR deutlich gesagt, dass ich mich schon entscheiden sollte was ich möchte. Entweder gesund werden und es in kauf nehmen zuzunehmen oder für immer ein total gestörtes Verhältnis zum Essen zu haben und immer sehr dünn ABER eben KRANK zu sein. Und ob wir ein zweites, weiteres Leben nach dem Tod haben werden, weiß ja keiner. Es kann ja sein, dass es NICHT so ist. Und wenn wir wirklich nur dieses eine Leben hier haben, dann sollte ich das doch nutzen. In dem Zusammenhang erzählte sie mir auch, dass sie krebskrank ist. Und das hat mich so hammer geschockt. Sie ist so ne liebe, starke, sympathische Frau und sie ist krebskrank. Ich musste echt schlucken, hab mich aber nicht weiter nachfragen trau'n und ich denke, das hätte sie auch nicht gewollt. Aber man, sie hilft anderen, kranken Menschen und selbst ist SIE totkrank. Ich war echt geschockt! o_O

Was ich aber wiederum toll fand war, dass sie verstanden hat, dass ich meine letzte Therapie vorzeitig abgebrochen habe. Da hatte ich ja grad mal alle vier bis sechs Wochen nen Termin und sie meinte, das sei bei meinen Diagnosen Quatsch. Es würde nix bringen und mich nur noch mehr demotivieren. Und GENAU SO war es ja auch. Frau O. hat gesagt, dass ich mindestens ein bis zweimal pro Woche ambulant ne Sitzung haben müsste und ein Abstand von zwei Wochen ist schon zu viel. Ich war so FROH, dass sie mich da verstanden hat und dass sie nicht gesagt hat, dass ich die Thera doch hätte beenden sollen, etc.

Zuletzt hat sie halt noch einmal gesagt, dass ich mir über all das, was wir jetzt besprochen haben, nochmal Gedanken machen und sie eben in zwei Wochen nochmal anrufen soll. Sie meinte, es wäre unbedingt erforderlich, dass ich nach der Klinik ne ambulante Nachbehandlung bekommen müsste und sie wäre bereit, das mit mir zu probieren. ABER ich müsste dann halt auch mitmachen, das Chaos in meinem Umfeld ordnen, es in Kauf nehmen zuzunehmen, usw. Denn sie meinte "ich sage Ihnen klipp und klar, dass eine Therapie sonst keinen Sinn macht".

Obwohl sie einerseits so knallhart und direkt war, war sie auf der anderen Seite wieder sehr lieb und verständnisvoll. Aber sie hat mir auch ein wenig in den Allerwertesten getreten. Und das war GUT so. ^.^*

Diese eine Stunde bei Frau O. hat mir echt mehr gebracht als 1 1/2 Jahre Thera bei Frau Dr.W.

Und JAAAAA!!! Ich wäre auf jeden Fall bereit, nach der Klinik ne ambulante Therapie bei Frau O. zu machen. Und ich werd mir auch das mit dieser Akutklinik nochmal durch den Kopf gehen lassen.

Ich bin SO froh, heut NICHT enttäuscht worden zu sein. Der Gedanke, jetzt ne Thera gefunden zu haben, mit der ich gut klar kommen werde, beruhigt mich jetzt wirklich total.

Ich hab jetzt mal wieder beschlossen, nicht mehr abzunehmen, sondern mein Gewicht zumindest so bei 50kg zu halten. (Wobei das Halten schwieriger ist als das Abnehmen.) Frau O. sagte, ich müsste mindestens 57kg wiegen. Das wäre mein unterstes Normalgewicht. Und das Normalgewicht ginge bei mir bis 72kg. Sie meinte, sie selbst wiegt 72kg (was ich niemals gedacht hätte - ich hätte so 65kg geschätzt) und sie hatte auch mal so nen Traum vom Tanzen. Sie wollte nach dem Abi Tänzerin werden. Da wog sie 55kg. Nachdem ihr aber gesagt wurde, dass sie in der Tanzschule keine Chance hat, hat sie sich innerhalb von (ich glaub) zwei Monaten zwanzig Kilo angefressen. Dann hat sie wieder abgenommen. Jedoch hat sie sich so auch nicht wohl gefühlt. Also hat sie wieder zugenommen. Bis sich ihr Gewicht bei 72kg eingependelt hat. Und jetzt fühlt sie sich trotz ihrer Krebserkrankung  und mit 72kg fitter als damals mit 55kg.

Sie hat mir aber auch wieder knallhart gesagt, dass nur 30% der Essgestörten ihre Krankheit zum Stillstand bringen können und dass es 70% eben NICHT schaffen...

Sie meinte, eine Essstörung ist nicht heilbar aber zum Stillstand zu bringen.

WIE Recht sie damit hat...

Man wird die ES wohl nie los werden, das denke ich auch. ABER man kann vielleicht lernen, mit der ES und den ganzen ES-Gedanken zu leben und damit umzugehen. Irgendwie. Wenn man sich Mühe gibt und hart an sich arbeitet.

So, allen die diesen langen Eintrag jetzt bis zuletzt gelesen haben, möchte ich mal danken. Lieb von euch, dass ihr euch echt die Zeit genommen und mein heutiges Geschreibsel gelesen habt!! Knutscha an euch alle!

(Das bin ich, kurz bevor ich zu Frau O. gefahren bin.)

12.5.09 22:21


Und mal wieder was von mir



Daaaankeschön für eure vielen, lieben Kommis. *Knutscha*

Zu meinem letzten Eintrag kann ich nur sagen, dass es stimmt, was hexenherz gesagt hat. Es ist nicht automatisch so, dass jemand der ne ES, ne Persönlichkeitsstörung oder Depressionen hat, irgendein Trauma hat.

ABER bei mir ist's tatsächlich so... Ich hatte das die ganze Zeit in meinem Hinterkopf. Aber ich hab es IMMER und überall verdrängt. Ich erinnere mich soooo genau an diese "Dinge". Hab aber nimals was drüber gesagt, geschweige denn geschrieben. Mehr kann ich dazu auch (noch) nicht sagen. Es gibt da Geschehnisse in meiner Vergangenheit, die meiner Meinung nach nen sehr großen Anteil an meinen bestehenden Problemen haben. Ich dachte mir immer, dass ich das locker so wegstecken kann. Dass meine ES andere Gründe hat. Aber inzwischen denk ich, hab ich mir all die Jahre nur was vorgemacht... Naja, so viel dazu. Aber mehr kann ich einfach noch nicht dazu sagen...

Gestern war ich bei meiner Psychiaterin. Und es war GUT. Sie hat mich gelobt und sich mit mir gefreut, wie viel ich in der letzten Zeit geschafft habe. Sie fand es toll und hat mir richtig das Gefühl gegeben, etwas Großes geleistet zu haben. Den Bogen für Roseneck ausfüllen und weg schicken, mir nen anderen Hausarzt suchen, zu dem ich jetzt offen und ehrlich bin und mit unserer Heimleitung reden. All das hab ich heuer schon geschafft. Sie ist stolz auf mich!! Das hat sie gesagt. Und das tat so unheimlich gut, das von ihr zu hören. Und sie hat von selbst gesagt, dass ich jetzt, wo ich ne Hausärztin habe zu der ich ehrlich bin, mich nicht in die Arbeit zwingen soll. Ich soll ruhig, wenn's mir mal wieder extrem mies geht, zu der Hausärztin gehen und sagen, dass es mir eben wieder schlecht geht und mich krank schreiben lassen. Und das aus ihrem Mund zu hören, tat sehr, sehr gut. Ich hab mich total verstanden gefühlt gestern. Natürlich werde ich nicht einfach so daheim bleiben, ich werd auf jeden Fall versuchen nicht mehr so häufig krank zu sein wie die letzten Wochen. Aber ich weiß jetzt, dass ich jemanden habe, der hinter mir steht und der sagt, ich soll mich zu nix zwingen, wenn's mir schlecht geht. Das tat gestern so unheimlich gut, wirklich. Und sie hat mir halt wieder zwei Rezepte raus geschrieben für meine Medis. Dass Roseneck so ne irre lange Wartezeit hat, findet sie jedoch auch nicht grad gut. Sie hat mich gefragt, ob ich noch so lange durchhalte. Hab gesagt, dass ich jetzt knapp 17 Jahre ne ES hab und es da auf das halbe bis dreiviertel Jahr auch nimmer ankommt. In sechs Wochen hab ich wieder nen Termin bei ihr.

Und am kommenden Dienstag hab ich ja die erste provatorische Sitzung bei Frau O., einer Psychotherapeutin zwecks ner Thera (voraussichtlicher Beginn aber erst NACH der Klinik) aber immerhin tut sich da jetzt mal was. Ich hoffe so sehr, dass ich gut mit Frau O. auskommen werde und dass wir miteinander harmonieren. In sie stecke ich all meine Hoffnungen, denn sie ist die letzte Thera, bei der noch ne ambulante Thera für mich möglich wäre.

Heut hatte ich Frühdienst. Es ging so halbwegs. Morgen geteilten Dienst und Montag nochmal Frühdienst. Vor Montag graut mir schon total, denn da hab ich Schichtleitung und muss alles managen. Und noch dazu sind wir total unterbesetzt. Das wird der pure Stress werden. Oh man, ich hab schon wieder so Schiss davor. Naja, irgendwie wird's rum gehen.

Grad hab ich geduscht und jetzt verkrümel ich mich mal auf's Sofa. Vielleicht ruf ich dann die S. mal an. Mal schau'n.

 

9.5.09 15:51


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